Dienstag, 25. März 2014

Für immer die Liebe - Cynthia J. Omololu

Die 16-jährige Cole ist eine Akhet – ein Mensch, der sich an seine früheren Leben erinnern kann. Nach einigen gefährlichen Turbulenzen in Für immer die Seele hat sie sich langsam an diesen Gedanken gewöhnt und in Griffon, seines Zeichens ebenfalls Akhet, ihre große Liebe gefunden. Doch dann taucht plötzlich Drew auf, eigentlich nur ein Bekannter, und behauptet, Cole und er seien füreinander bestimmt. Ist er etwa Connor, Coles Ehemann aus ihrem früheren Leben in England? Und wenn ja, kann sie ihn nur auf Grund dieser Vorgeschichte auch im Hier und Jetzt lieben? Als Griffon erfährt, dass Drew sie bedrängt, macht dieser völlig überraschend den Platz für Drew frei – doch Cole liebt doch ihn! Zu allem Überfluss taucht da auch noch Veronique auf, die bereits einmal versucht hat, Griffon und Cole auseinander zu bringen, indem sie versuchte, Griffon zu töten – diesmal glaubt sie, in Coles Freundin Rayne ihre lang vermisste Geliebte wiederzuerkennen. Da erkrankt Rayne plötzlich an etwas, auf dass sich kein Arzt einen Reim machen kann und für Cole beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit

Für immer die Liebe schließt mehr oder weniger sofort an seinen Vorgänger Für immer die Seele an. Die Bücher lassen sich daher wunderbar hintereinander weglesen – für Neueinsteiger könnte es dabei allerdings etwas schwierig werden, da die Personen nicht nochmal neu eingeführt und die vorangegangenen Ereignisse nicht explizit zusammengefasst werden, wie es bei den meisten Folgebänden von Serien der Fall ist.

Der Schreibstil ist wie vom ersten Band gewohnt schön flüssig, angenehm zu lesen und lässt einen schnell in die Handlung einsteigen.

Die Charaktere warten durchaus mit einigen Überraschungen im Laufe der Handlung auf, was ziemlich erfrischend ist und ihnen etwas Reales und Unvorhersehbares gibt.

Häufig weiß man nicht ganz genau, über wen man sich jetzt am meisten aufregt, denn Grund dazu bieten viele: Mit ihrer läppischen Entschuldigung a la „Es ist doch keinem was passiert, also vergessen wir doch einfach, dass ich deinen Freund töten wollte“ bringt Veronique einen als Leser auf die Palme, aber auch über Griffons kindisches Verhalten regt sich nicht nur Cole selbst auf.
Zwar redet er davon, er wolle Cole die freie Wahl zwischen ihm und Drew gestatten, lässt sie aber nicht einmal zu Wort kommen, als sie wiederholt erklären will, dass sie ihn nicht verlassen möchte.

Drew dagegen hat bereits Coles ganzes Leben an seiner Seite durchgeplant – dauernd protzt er mit teuren Geschenken, redet von den Reisen, die er ihr bieten kann und über ihre ersten Kinder, die er ebenfalls schon fest eingeplant hat.  Regelmäßig überfährt er Cole ohne Vorwarnung mit seinen Erwartungen und ignoriert meist komplett, dass sie gegen das Meiste gern Einwände vorbringen würde.

Nachdem Veronique Rayne mit einem im Labor entwickelten Auslöser für eine längst besiegte Krankheit infiziert hat, um bei ihr den Übergang zum Akhet-Sein auszulösen, versteht man außerdem, dass es ihr nicht mehr um Rache geht, sondern dass sie Alessandra, die sie in Rayne vermutet, um alles auf der Welt zu sich zurückholen möchte. Trotz ihrer Übeltaten liebt sie also über die Zeit hinweg, was zumindest für ein wenig Verständnis sorgt für das, was sie tut.
Ihr Tod ist daher auch ein richtiger Schock, obwohl es sich bei ihr um den „Bösewicht“ handelte.

Am überraschendsten ist jedoch die Enttarnung Zanders am Ende, der sich statt als ewig nörgelnder Cello-Schüler als Drahtzieher hinter Veroniques Ermordung entpuppt.

Damit wären wir allerdings auch schon bei meinem einzigen, dafür aber leider ziemlich großen, Kritikpunkt angelangt: Für mich ist die Geschichte nicht abgeschlossen.

So toll sie geschrieben ist, so schön und spannend sie auch sein mag – ich finde es einfach furchtbar, diesen Band als letzten der Reihe präsentiert zu bekommen, wenn sich am Schluss erst der wahre Bösewicht zu erkennen gibt und man nun weiß, dass man nie erfahren wird, wie die Geschichte ausgeht. Dabei wirkt es, als würde der entscheidende Kampf nun gerade erst beginnen!

Insgesamt ist Für immer die Liebe also ein gelungener, spannender zweiter Band, aber leider kein würdiger Abschluss für die ursprünglich als Trilogie geplante Reihe.


Seiten: 384
Originaltitel: Intuition

Autor/in: Cynthia J. Omololu
Verlag: Dressler
ISBN: 978-3-79151-507-6
Preis: 18,95 Euro


Mein herzlicher Dank für dieses Rezensionsexemplar geht an LovelyBooks (mehr unter: http://www.lovelybooks.de) und den Dressler Verlag (mehr unter: http://www.dressler-verlag.de)!

Dienstag, 18. März 2014

Tag - Ich möchte unbedingt lesen...

Töchter des Mondes -
Cate

Autorin: Jessica Spotswood

Egmont-INK Verlag

ISBN: 978-3-863-96024-7

17,99 Euro



Die sonderbare Buchhandlung des Mr. Penumbra

Autor: Robin Sloan

Blessing Verlag

ISBN:  978-3-896-67480-7

19,99 Euro



Das verbotene Eden -
David und Juna

Autor: Thomas Thiemeyer

PAN-Verlag

ISBN: 978-3-426-28360-8

16,99 Euro


Kyria und Reb

Autorin: Andrea Schacht

Egmont-INK Verlag

ISBN: 978-3-863-96016-2

17,99 Euro



Cocoon - Die Lichtfängerin

Autorin: Gennifer Albin

Egmont-INK Verlag

ISBN: 978-3-863-96028-5

17,99 Euro



Tja, da wurde ich also von Inflagranti Books (http://inflagrantibooks.blogspot.de) getaggt - so etwas aber auch!:D

Die Regeln lauteten wie folgt:

1. 5 Bücher von der Wunschliste posten, die
    a) unbedingt gelesen werden wollen
    b) aber keine Fortsetzung von bereits gelesenen Büchern sind
2. 8 weitere Blogger taggen
3. Diesen Bescheid geben, dass sie getaggt wurden

Die 5 Bücher, die ihr oben sehr, möchte ich also unbedingt lesen in nächster Zeit - und besitze natürlich kein einziges davon =(
Die sonderbare Buchhandlung des Mr. Penumbra ist erst kürzlich neu zu meiner Wunschliste hinzugekommen, also wundert euch nicht, dass der Titel unter "Wunschliste" noch nicht verteten ist- ich habe die Seite einfach noch nicht aktualisiert.

Nachdem ihr meine akuten Bücherwünsche jetzt kennt, möchte ich nun die 8 Leute benennen, die ich hiermit tagge - Wer nicht will, muss ja nicht  darauf eingehen ;-)

Nasti von http://bowsandfairytales.blogspot.de
Kathleen von http://kathleens-buecherwelt.blogspot.de
Moni von http://suechtignachbuechern.blogspot.de
Jessy von http://jessys-buecherblog.de
Sina von http://kleeblatts-buecherblog.blogspot.de
Kerstin von http://kastanies-leseecke.de
Hannah von http://bluetoughts92.blogspot.de
Lena von http://lenabosblog.de

So, das wars, ich hoffe ich habe jetzt niemanden erwischt, der grundsätzlich gegen's Taggen ist oder in letzter Zeit schonmal mit dieser Aufgabe betraut wurde (wie gesagt, wer nicht will, muss ja nicht) =)

Liebe Grüße und viel Spaß dabei!




Dienstag, 11. März 2014

Silver - Erbe der Nacht - Asia Greenhorn

Nachdem die 17-jährige Winter, halb Mensch, halb Vampir, ihrer großen Liebe Rhys Llewelyn ihr Blut geschenkt und ihn damit unsterblich gemacht hat, laufen die Dinge im verschlafenen Örtchen Cae Mefus langsam aus dem Ruder. Rhys droht von der MACHT aufgezehrt zu werden, die Oberhäupter der Menschenfamilien und des Vampirordens schmieden gefährliche Pläne und auch Winters vampirische Seite kommt mehr und mehr zum Vorschein. Während sich die Angriffe auf Zivilisten häufen, wird Winter auf eine einsame Insel gebracht, um mehr über ihre Fähigkeiten zu lernen. Da ihnen der Kontakt zu Winter untersagt ist, beginnen ihre Freunde Gareth und Madison auf eigene Faust zu ermitteln und begegnen schon bald Anhängern der Vampirgruppe, die sich um ihren früheren Lehrer Darran Vaughan zusammenschart. Dieser hat jedoch nach wie vor nur eines im Sinn – Winters Blut, denn er weiß noch nicht, dass sie denjenigen töten muss, den sie unsterblich gemacht hat, wenn es ihr nicht gelingt, das Band mit Rhys zu durchtrennen. Und dass sie dabei selbst ebenfalls sterben muss
Zu diesem Buch kann ich nur eines sagen: Lest es! Und zwar unbedingt!

Bereits vom Vorgänger Winter begeistert, waren meine Erwartungen entsprechend hoch, doch ich wurde nicht enttäuscht.

Der Schreibstil ist weiterhin wunderbar flüssig und wirkt dennoch sehr literarisch – zwar handelt es sich um ein Jugendbuch, doch die Jugendsprache, in der viele Bücher mittlerweile geschrieben sind, beschränkt sich hier auf die direkte Rede – so wirkt das Verhalten der Charaktere in ihrem Alter authentisch, ohne dass man ständig Handlungs- und Umgebungsbeschreibungen in Umgangssprache lesen muss. Ein derartiger Schreibstil ist meiner Meinung nach mittlerweile leider sehr selten geworden, weshalb ich mich umso mehr darüber freue.

Wie schon im ersten Band tragen bereits die außergewöhnlichen Namen stark zu Individualität der Charaktere bei, da man die meisten davon mit Sicherheit noch in keinem anderen Buch gelesen hat und deshalb auch noch keine Assoziationen zu ihnen mitbringt. Einzig und allein Rowena hätte ich einen anderen Vornamen gegeben, da die Suche nach „Rowenas Diadem“, das die Verbindung zwischen Winter und Rhys lösen kann, für mich einfach zu sehr nach Harry Potter klingt – schließlich wird dort nach Rowena Ravenclaws Diadem gesucht.

Die Hauptcharaktere sind alle sehr rund, haben ihre Ecken und Kanten und wirken deshalb sehr echt. Besonders Rhys Veränderung zum gierigen Mörder finde ich sehr gelungen, sodass man gut nachvollziehen kann, warum Winter sich von ihm abwendet. Auch finde ich die zarte Romanze, die sich zwischen Gareth und Madison anbahnt, sehr schön, weil sie verdeutlicht, dass auch Gareth sich weiterentwickelt und nicht einfach hoffnungslos an Winter hängen bleibt. Außerdem ist es toll, wie Jungpolizist Danny Roberts nach seiner Zwangsversetzung aus Cae Mefus versucht, seinen Verdacht über die Existenz von Vampiren zu bestätigen, anstatt sich mit fadenscheinigen Erklärungen abzufinden und mit Gareth und Madison loszieht, um Winter zu retten, als diese das Band zwischen  Rhys und ihr lösen will. Die Tatsache, dass Winter ihrem totgeglaubten Vater nicht sofort vertraut, als dieser nach so vielen Jahren plötzlich einfach so wieder auftaucht, wirkt außerdem sehr realistisch und auch die Tatsache, dass sie Dougall gegenüber zu Beginn sehr misstrauisch ist, zeigt, dass sie aus ihren Erfahrungen mit Darran Vaughan im ersten Teil gelernt hat, und einen Großteil ihrer Naivität abgelegt hat. Nur Eleri und Winters Großmutter sind mir in diesem Band ein wenig zu kurz gekommen.

Für ein besonderes Prickeln sorgen meiner Meinung nach Darran Vaughans Annäherungsversuche Winter gegenüber – immerhin war er einmal ihr Lehrer und scheint etwa im Alter ihres Vaters zu sein. Zwar lässt er keinen Zweifel daran, dass er Winters Blut begehrt, aber er versucht ihr doch tatsächlich ernsthaft den Hof zu machen!

Überdies ist die Story jedoch auch äußerst spannend, da es nicht nur für Winter um Leben und Tod geht, sondern zeitweise jeder gegen jeden zu plotten scheint, was durch die häufigen Perspektivwechsel (allerdings immer in der 3. Person erzählt) unterstützt wird. Für Neueinsteiger stelle ich mir dies zwar anfangs ein wenig verwirrend vor, doch diese Undurchsichtigkeit macht auch einen Teil der Spannung aus, da man nie genau sagen kann, wer wem gegenüber nun was ernst meint und was er tatsächlich im Schilde führt.

Insgesamt also ein Buch mit tollen Charakteren (mit jeder Menge außergewöhnlicher Namen!), einem genialen Schreibstil und einer spannenden Handlung – eine klare Leseempfehlung also!

Seiten: 429
Originaltitel: Silver

Autor/in: Asia Greenhorn
Verlag: Baumhaus
ISBN: 978-3-83390-248-2
Preis: 14,99 Euro

Vielen Dank an den Baumhaus-Verlag für das Leseexemplar!
Für weitere Infos besucht doch einfach einmal www.baumhausonline.de oder www.luebbe.de!

Dienstag, 4. März 2014

Zirkel - Sarah B. Elfgren & Mats Strandberg

Engelsfors ist eine kleine, unscheinbare und heruntergewirtschaftete Stadt in Schweden, in der es vor allem eines ist: langweilig. Als jedoch sechs völlig unterschiedliche Mädchen kurz nach dem vermeintlichen Selbstmord ihres Mitschülers Elias mitten in der Nacht von einer geheimnisvollen Macht zu dem alten Vergnügungspark gelenkt werden, der am nächsten Tag von jeder Karte verschwunden ist, als hätte er nie existiert, geschieht das Unglaubliche – sie alle sollen auserwählt sein, das Böse zu besiegen, das sich in ihrem Städtchen eingeschlichen hat. Gemeinsam mit dem Hausmeister Nicolaus, der behauptet, ihr Gefährte zu sein, trainieren sie fortan ihre neu entdecken magischen Fähigkeiten und versuchen, Elias‘ Mörder ausfindig zu machen, der versucht, ein Mitglied des Zirkels nach dem anderen auszulöschen. Als dann auch Rebecka nach einem Gespräch mit der Schuldirektorin stirbt, scheint ihnen die Zeit davonzulaufen…
Das Cover zeigt die gezeichneten Köpfe von sechs Mädchen, die inmitten einiger Schnörkel den inneren und äußeren Kreis eines Zirkels umrahmen und ist farblich recht einfach gehalten mit roter Schrift und dem schwarzen Bild auf einem grauen Untergrund. Damit sieht das Buch optisch ein wenig erwachsener aus als die meisten Jugendbücher und hebt sich so angenehm von der Masse ab. (Unter dem Schutzumschlag finden sich etwas blasser ebenfalls die zirkelförmigen Schnörkel (nur ohne die Köpfe) und der rote „Hauptzirkel“ in der Mitte – ausnahmsweise wäre es also auch nicht tragisch, den Schutzumschlag zu verlieren oder zu beschädigen.)

Die Geschichte wird durchgehend im Präsens erzählt und obwohl sie in der dritten Person geschrieben ist, wechselt die Perspektive regelmäßig zwischen den einzelnen Hauptakteurinnen, weshalb man sich als Leser sehr gut in sie hineinversetzen kann.

Der Schreibstil wirkt zu Anfang etwas ungewöhnlich, aber man gewöhnt sich sehr schnell daran.

Die Charaktere wirken auf den ersten Blick ziemlich stereotyp (was sie aber keinesfalls sind; im Gegenteil!), jeder der Repräsentant einer bestimmten sozialen Gruppe oder eines bestimmten Klischees – Minoo, die Streberin, Ida, die Oberzicke, Anna-Karin, das Mobbingopfer, Vanessa, die Schulschlampe, Rebecka, die allseits Beliebte und immer Nette, sowie Linnéa und Elias, die Außenseiter mit Gothic-Touch. Gerade dadurch wird es aber erst richtig interessant, denn so ist die Zusammenarbeit nicht nur für die Protagonisten eine Herausforderung, sondern jede Art von Leser findet mit Sicherheit jemanden, mit dem er sich identifizieren kann.

So lernt man die Vorurteile eines jeden gegenüber den anderen kennen und verstehen und entdeckt so auch die verletzlichen Seiten an jeder Person.

Besonders Anna-Karin kann man nachempfinden, dass sie ihre Kräfte einsetzt, um vom ewigen Bauerntrampel zur Prinzessin der Schule aufzusteigen und ihre Mutter aus der jahrelangen Depression zu befreien. Und trotzdem hofft man, dass sie wieder aufhört damit, als sie damit alle um sich herum in Gefahr bringt, so sehr man ihr auch gönnt, dass sie sich endlich zur Wehr setzen kann.

Auch Vanessas Familienstreitereien kann man verstehen, da ihre Mutter versucht, sie vor ihren eigenen Fehlern zu bewahren, indem sie ihr andauernd etwas vorschreiben will und außerdem geflissentlich übersieht, dass ihr neuer Freund es geradezu darauf anlegt, Vanessa zu provozieren. Schnell stellt sich auch heraus, dass sie nicht die hohle Blondine ist, als die sie eingeführt wird – das war es also schon mit dem Stereotyp, der eher vom Rest ihrer Clique erfüllt wird, in die sie bei näherem Hinschauen gar nicht hineinpasst.

Daher berührt das Band, dass sie zur augenscheinlich so unantastbaren Linnéa aufbaut auch sehr, da die beiden nach einiger Zeit viel mehr als eine oberflächliche Freundschaft verbindet.

Schön war es auch zu sehen, dass sogar die scheinbar perfekte Rebecka genau wie jeder andere Mensch mit Selbstzweifeln gekämpft hat, auch wenn man gleichzeitig gehofft hat, dass sie ihre Essstörung in den Griff kriegen würde.

Zu Ida gibt es nicht viel zu sagen, da sie die meiste Zeit eine Eiskönigin bleibt, aber vielleicht taut sie ja im Laufe des zweiten Bandes noch etwas auf, Andeutungen gab es ja schon vor dem entscheidenden Kampf am Ende.

Am sympathischsten war mir jedoch Minoo, die, obwohl aus reichem Elternhaus stammend, in der sozialen Hierarchie der Schule nicht allzu weit oben steht, wie es in den meisten Geschichten der Fall ist. Stattdessen kämpft sie mit dem Teenagerproblem Akne und schämt sich für ihren ansonsten eigentlich hübschen Körper, was einigen Lesern nicht unbekannt sein dürfte. Ihre heimliche Liebe zu Max, ihrem Lehrer, hat mich jedoch am meisten berührt. Die Szenen, in denen die beiden sich vorsichtig näherkommen, sind so wunderschön geschrieben, dass man einfach mit Minoo mitfühlen und hoffen muss, dass sie zusammenkommen, selbst wenn es verboten ist.

Umso schockierender ist es dann allerdings, dass gerade er sich als Bösewicht entpuppt und ich bin sehr gespannt, wie Minoo in der Fortsetzung mit diesem Schlag umgehen wird.

Die Spannung wird das ganze Buch über aufrecht erhalten, immer gibt es neue Hinweise und Rätsel und immer wieder macht sich jemand verdächtig, indem er scheinbar unmögliche Dinge tut, wie beispielsweise zur selben Zeit an zwei verschiedenen Orten zu sein.

Jedes Mal, wenn von neuem jemand angegriffen wird, zittert man mit um das Leben dieser Person und spürt die Gefahr – ein nervenaufreibender Gruselthriller mit wirklich authentischen Charakteren also, den ich nur jedem empfehlen kann!


Seiten: 600
Originaltitel: Cirkeln

Autor/in: Sarah B. Elfgren/Mats Strandberg
Verlag: Cecilie Dressler Verlag
ISBN: 978-3-79152-854-0
Preis: 19,95 Euro
Mein herzlicher Dank für das Leseexemplar und die damit verbundene Unterstützung eines noch jungen Blogs geht an den Dressler Verlag. Mehr dazu findet ihr unter:
und
www.oetinger.de (Bei Oetinger ist dieser Band bereits als Taschenbuch erschienen) !